MindMatters

2016-02-16_155045

 

Da wir im täglichen Umgang mit den Kindern immer wieder erfahren, wie wichtig der Bereich des sozial-emotionalen Lernens ist, nimmt er an unserer Schule einen besonderen Stellenwert ein.
 

MindMatters vermittelt den Kindern die Kernkompetenzen des sozial-emotionalen Lernens.

 

Wir organisieren dies in 'Miteinanderstunden', die den Klassen der Schuleingangsphase mit einer Wochenstunde zur Verfügung stehen. Hier wird Miteinander auf der Grundlage der 'MindMatters' Materialien vermittelt.

 

Wer mehr darüber erfahren möchte, kann auf der MindMatters Hompage nachlesen oder den folgenden Artikel lesen:

„Gemeinsam(es) Lernen mit Gefühl“   oder  Salutogenese und die gute gesunde Schule.

Ein Text von Dr. Birgit Nieskens, MindMatters Programmzentrum
 


Die drei im MindMatters-Grundschulmodul vorgestellten Konzepte Kohärenzgefühl, Resilienz
und  Lebenskompetenzen  zeigen  untereinander  eine  große  inhaltliche  Nähe.  Das  liegt  an
ihrer gemeinsamen theoretischen Verortung, der Salutogenese. Diese eher verhaltensorien-
tierten  Ansätze  fördern  überwiegend  personale  Ressourcen.  Besonders  deutlich  wird  dies
am  Konzept  der  gesundheitsbezogenen  Lebenskompetenzen.  Die  in  Kapitel  3.2.3  im  Zu-
sammenhang mit Bildung genannten Teilziele betreffen die Stärkung des einzelnen Kindes.
Nur in einzelnen Aspekten werden eher verhältnisorientierte Ziele genannt (z. B. in den Teil-
zielen 2 und 8).  
 
Verhaltens- und Verhältnisprävention
Verhaltensprävention: Sammelbegriff für Strategien, die die Beeinflussung von gesundheits-
relevanten Verhaltensweisen beinhalten (Ernährung, Bewegung, Erholung etc.).  
Verhältnisprävention:  Strategien,  die  auf  die  Kontrolle,  Reduzierung  oder  Beseitigung  von
Gesundheitsrisiken in den Umwelt- und Lebensbedingungen der Menschen und auf die Her-
stellung gesunder Verhältnisse zielen (Lehmann, 2003).
Eine langfristig nachhaltig wirkende Förderung von Gesundheit muss sowohl die Ebene der
Person  (Verhaltensprävention)  als  auch  die  Ebene  der  Lern-,  Arbeits-  und  Lebensumwelt
(Verhältnisprävention) einbeziehen. Die Gesundheits– und Stressforschung hat inzwischen
umfangreiche Erkenntnisse darüber gewonnen, wie Lebens- und Arbeitsumgebungen gestal-
tet werden sollten, so dass ein gesundheits- und leistungsförderliches Leben und Arbeiten
möglich ist.
 
Welchen  Stellenwert  haben  diese  eher  verhaltensorientierten  Ansätze  nun  im  Kontext  der
guten gesunden Schule? Das Konzept der guten gesunden Schule beinhaltet beide Perspek-
tiven, Verhaltens- und Verhältnisprävention.
In der Definition der guten gesunden Schule in Kapitel 2.1 wird dies deutlich: Die gute ge-
sunde Schule weist gute Eigenschaften in der Qualitätsentwicklung von Schule und Unter-
richt auf (Verhältnisprävention) und wendet bei der Gestaltung der Strukturen und Prozesse
von Schule und Unterricht konsequent Erkenntnisse der Gesundheits- und Bildungswissen-
schaften an (Partizipation, Transparenz, Orientierung an der Salutogenese (Verhaltensprä-
vention)). Orientierung an der Salutogenese im Sinne von guter gesunder Schule meint also,
dass eine Schule das schulische Umfeld (Räume, Pausenhof), das Miteinander (Klima, Un-
terstützung) und den Unterricht so gestaltet, dass sich sowohl Lehrerinnen und Lehrer, Schü-
lerinnen und Schüler als auch Eltern und das nicht-pädagogische Personal wohlfühlen und
Verbundenheit mit der Schule entwickeln.  
Die drei Dimensionen des Kohärenzgefühls „Verstehbarkeit“, Bewältigbarkeit“ und „Sinnhaf-
tigkeit“ lassen sich gewinnbringend auf die im Setting Schule befindlichen Personen übertra-
gen. Für Lehrerinnen und Lehrer wird dies im Kapitel 9 demonstriert.  
Für Schülerinnen und Schüler lassen sich die Merkmale des Kohärenzgefühls besonders in
Bezug auf Motivation und Unterrichtsgestaltung gesundheitsförderlich nutzen.
 
Motivation
Helmke  (2008) stellt unter der Frage, was Merkmale motivierenden Unterrichts seien, drei
Komponenten der Motivation vor:
 
  Lerninteresse: Macht es Spaß, regt es an? (Intrinsische Motivation, Lernfreude)
  Selbstvertrauen: Ist es zu schaffen? (Selbstkonzept, Selbstvertrauen, Selbstwertge-
fühl)
  Wert: Lohnt es sich? (Extrinsische Motivation, Anreizwert der Folgen)
 
Bei den beiden letzten Merkmalen wird der Zusammenhang zum Kohärenzgefühl deutlich.
„Selbstvertrauen“  in  der  Sprache  der  Unterrichtsentwicklung  ist  gleichzusetzen  mit  dem
Merkmal „Bewältigbarkeit“ in der Sprache der Salutogenese. „Wert“ in der Sprache der Un-
terrichtsentwicklung entspricht der „Sinnhaftigkeit“ im Kohärenzgefühl.  
An dieser Stelle zeigt sich die Verknüpfung von Gesundheit und Bildung im Konzept der gu-
ten gesunden Schule. Die Entwicklung des Kohärenzgefühls (Gesundheitsperspektive) hat
direkte Auswirkung auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler (Bildungsperspektive).   
 
Unterrichtsgestaltung
Noch deutlicher stellt Stiller (2008, S. 207f.) diesen Zusammenhang her: Er versucht, Über-
legungen  aus  salutogenetischer  Perspektive  in  die  Unterrichtsentwicklung  zu  integrieren.
Kernthema  einer  gesundheitsförderlichen  Unterrichtsentwicklung  ist  das  professionelle
Selbst – sowohl auf Seiten der Lehrerinnen und Lehrer als auch auf Seiten der Schülerinnen
und Schüler. Nach Stiller sind der Lernstand und die erlangte fachliche Expertise für aufbau-
ende Lernprozesse genauso wichtig wie das Verfügen über fächerübergreifende und meta-
kognitive Strategien. Unter letzterem nennt er vor allem die individuellen Werthaltungen, die
volitionale  Einstellung  gegenüber  konkurrierenden  Angeboten,  die  motivationale  Grundhal-
tung und die Muster der Wahrnehmung, Deutung und Nutzung von Unterrichtsangeboten.  
 
Volition
In  der  Motivationspsychologie  spricht  man  von  Volition,  wenn  die  Phase  des  Planens  und
Handelns erreicht wird. Während die Motivation die Zielsetzung beeinflusst (d.h. welches Ziel
eine  Person  wählt),  stellt  die  Volition  die  treibende  Kraft  auf  die  Zielsetzung  hin  dar  (also
welche Strategien die Person wählt und welche Anstrengungen sie zu investieren bereit ist).
Volition meint also die Willenskraft und die Fähigkeiten, die notwendig sind, um Motive und
Ziele in Resultate umzusetzen (vgl. das Rubikonmodell der Handlungsphasen, Heckhausen
& Heckhausen, 2005).
 
Auch  die  Fähigkeiten  und  Bereitschaft  zu  Partizipation  und  Selbstreflexion  sind  Elemente,
die  für  eine  professionelle  Ausgestaltung  der  Schülerrolle  bewusst  gemacht  und  gestaltet
werden müssen.  
Damit stellen sich auch für Schülerinnen und Schüler die Fragen der „Verstehbarkeit“, „Be-
wältigbarkeit“ und „Sinnhaftigkeit“ der Schülerarbeit (Stiller, 2008, S. 217). Die Förderung des
Kohärenzgefühls steht für die Entwicklung der Schülerpersönlichkeit und eines salutogenen
Unterrichts. Die subjektive Erfahrung von erlebter Kompetenz, von sozialer und emotionaler
Wertschätzung und von aktiver Teilhabe an der Gestaltung des Unterrichts sind wesentliche
Bedingungsfaktoren für den Lernerfolg in der Schule und für Gesundheit.  
Die Entwicklung des Kohärenzgefühls spielt auch bei der Förderung des sozial-emotionalen
Lernens mit MindMatters eine bedeutende Rolle. Die Übungen in diesem Heft sind so aufge-
baut, dass sie sowohl durch die Intentionen und Inhalte als auch durch ihre Methoden das
Kohärenzgefühl und die Persönlichkeit der Kinder fördern und einen Beitrag zu der von Stil-
ler (2008) skizzierten salutogenen Unterrichtsentwicklung leisten.
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Eltern, 

 

hier finden Sie die ersten Informationen zu dem Programm MindMatters, mir dem wir 2011 begonnen haben.

 

Hier bekommen Sie mehr Informationenzu MindMatters:

 

MindMatters Schule

oder fragen Sie direkt bei uns nach.

 

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Zuletzt aktualisiert von be am 16.02.2016, 15:54:45.

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